









Im August
2019 zeichnete sich eine freie Woche ab. Kurz entschlossen buchten wir
bei Bird (Krakau)
eine Radtour entlang des Dunajec.
Ungewöhnlich spät, um 16:30 Uhr, begannen wir unsere Reise und kamen um 21:30 in Wien an. Dort bestiegen wir um 22:10 Uhr + Verspätung den Schlafwagen nach Krakau. Mit vielen Halten und noch mehr Rangieren erreichte der Zug gegen 6:30 Uhr Karkow GL. Damit stand der ganze Samstag zur Verfügung und wir konnten Krakau auf eigene Faust erkunden. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen.
Am
Abend gab es ein erstes Treffen und ein Abendessen mit den übrigen
RadlerInnen. Der nächste Tag (Sonntag) begann mit der
Übernahme der Fahrräder und einer Rundfahrt durch die Stadt
(Schindlers Fabrik, Universität, Jüdisches Viertel usw.). Am
frühen Nachmittag erfolgte der Bustransfer bis zu einem kleinen
Ort oberhalb von Zakopane, den wir nach 3 Stunden (110km) mit viel Stau
erreichten.
Es folgte eine Vorabendradtour (24 km - 45 km) zum Hotel in Zakopane.
Die weitere Tourbeschreibung hier aus dem Prospekt:
3. Tag (Montag): Zakopane - Nowy Targ 46 km per Rad, meistens abwärts
Mit einer Bergbahn fahren Sie auf den Berg Gubalowka hinauf.
Danach fahren Sie mit dem Rad bergab durch das lange Straßendorf
Dzianisz bis zum berühmten Chocholow - einem "lebenden
Freilichtmuseum". Die felsigen Tatra-Gipfel bilden einen schönen
Kontrast zu den saftigen grünen Bergwiesen. Anschließend
(nach Überwindung einer kleinen Anhöhe) fahren Sie auf einem
ruhigen Weg bergab durch das Tal des Cichy Potok (der stille Bach),
weiter an der Ortschaft Ludzmierz (berühmtes Marien-Sanktuarium)
vorbei bis nach Nowy Targ (Neumarkt), dem zentralen Ort der Goralen.
Neu ab 2015: Es besteht eine andere tolle Option - Fahrt auf neuem
Radweg, auf stillgelegter Bahntrasse,



4. Tag (Dienstag): Nowy Targ - Niedzica 44 km Radfahren
Zuerst fahren wir direkt am Dunajec-Fluss entlang nach Lopuszna,
in dem sich ein alter, Adelshof befindet. In Nowa Biala angekommen,
können wir den beeindruckenden Durchbruch des Bialka-Flusses durch
die Kalkfelsen bewundern. In Debno befindet sich Polens älteste
Holzkirche. Sie stammt aus dem Jahre 1500 und ist als
Unesco-Weltkulturerbe geschützt. Nun befinden wir uns in der
Gegend von Zips, einer historischen Region mit langer Geschichte und
mit besonders reicher Folklore. Jahrhundertelang lebten hier die
Goralen und Ruthenen in den Dörfern, die deutsche Bevölkerung
in den Städten und der ungarische Adel in den Schlössern. Sie
fahren am Stausee entlang bis zu einem dieser Schlösser in
Niedzica und übernachten im nahe gelegenen Hotel. Ein weiterer
Abstecher führt nach Osturna (Asthorn) in der Slowakei, einem
altertümlichen Straßendorf mit zahlreichen bunten
Holzhäusern.
5. Tag (Mittwoch): Niedzica - Szczawnica 28 km Radfahren
Heute kommt der Höhepunkt unserer Reise! Direkt am Dunajec
entlang (der hier eine Staatsgrenze bildet), fahren Sie nach Sromowce,
wo wir auf der neu gebauten Brücke zum slowakischen Ort Cerveny
Klastor gelangen. Über dem einst von Kartäusern bewohnten
"Roten Kloster", erhebt sich das grandiose, dreigezackte Gebirgsmassiv
"Drei Kronen". Danach radeln Sie auf dem nur für
Fußgänger und Radfahrer zugelassenen Pieniner Weg weiter.
Dies ist ein in den Fels gehauener Steig, der entlang des gesamten
Dunajec-Durchbruchs verläuft. Die atemberaubenden Kalkfelsen, die
sich bis zu 300 m über dem Fluss erheben, sowie die üppige
Vegetation am Wegesrand, lassen Sie schnell den Alltag vergessen. In
Lesnica können Sie das Rad abstellen und eine zweistündige
Floßfahrt auf dem Dunajec unternehmen. Danach auf einer eleganten
Rad-Promenade erreichen Sie den alten Kurort Szczawnica. Für
Fahrlustige gibt es eine weitere Option zum zierlichen Tal "Dolina
Bialej Wody" zu radeln.


6.Tag (Donnerstag): Szczawnica - Rytro 50-55 km Radfahren
Diese Etappe führt durch den grünen Durchbruch des
Dunajec, so genannt, da das Flussbett mitten durch zwei der
Beskiden-Gebirgsketten führt. Wie der Name schon sagt, erwarten
Sie keine Felswände, sondern nur beeindruckend grüne, mit
Buchen bewachsene, Abhänge. Die nächste Etappe führt Sie
auf gewundenen Pfaden an hübschen Obstgärten und
geschmückten Bauernhütten des Dorfes Tylmanowa vorbei. Zu
Mittag werden Sie im Gasthof des Dorfes Lacko speisen, welcher für
seinen Sliwowitz-Schnaps bekannt ist. In Golkowice verabschieden Sie
sich vom Dunajec und fahren weiter nach Rytro, einem alten Ritterdorf
am Fuße der Schlossruinen. Wir quartieren uns in einem Hotel ein,
das am Ufer des Dunajec-Zuflusses Poprad liegt. Zur Feier des letzten
Abends empfiehlt es sich, gebratene Forellen zu genießen.
7.Tag (Freitag): Rytro - Krakau 25-30 km Radfahren
Nach dem Frühstück können Sie noch (auch mit kurzer
Zug-Beförderung) das Tal des Poprad-Flusses besichtigen. Die Route
führt vorbei an Mineralquellen und dem Freibad im Kurort
Piwniczna. Dann geht es nach Stary Sacz (Alt-Sandez), einer der
schönsten Kleinstädte Südpolens. Die schmalen Gassen
erkunden Sie per Rad. Neu ab 2019: Wir fahren dann weiter bequem auf
neu gebautem Radweg nach Nowy Sacz (Neu Sandez). Eine
größere historische Stad mit schönem Marktplatz,
Jugendstil-Rathaus und Fußgängerzone mir vielen Restaurants.
Nach der Lunchpause fahren Sie nach Krakau zurück (Busfahrt ca.
2,5 Std.). Die letzte Nacht verbringen Sie wieder in Krakau. Ein
Abendessen mit Klezmer-Musik im einst Jüdischen Viertel
"Kazimierz" , schließt Ihre Reise ab.
Wir verlängerten die Radtour am 7.Tag durch eine Bahnfahrt nach Żegiestów im Tal des Propad. Von dort führt ein schöner Radweg zurück nach Rytro.
Mit den von Radvogel ausgesuchten Hotels, mit Frühstück und Abendessen sowie den Transferleistungen waren wir sehr zufrieden. Die Fahrräder könnten etwas komfortabler sein (Rahmenhöhe, Federung, Schaltung, Sattel).
Ein Tipp: Man sollte die schöne Radreise nicht gerade im August zur Hauptreisezeit unternehmen, wenn sich halb Polen im Umkreis von Zakopane versammelt. Dies führt dazu, dass die Hauptstraßenverbindung Krakau-Zakopane hoffnungslos überlastet ist. Dies wiederum hat zur Folge, dass auch auf den Nebenstraßen viel Umfahrungsverkehr - es wird rasant gefahren - läuft. Dadurch macht das Radfahren auf diesen Strecken keinen Spass. Besonders betroffen waren die Abschnitte Gubalowka - Chocholow und Szczawnica - Lacko.
Wir bezahlten
für die "individuelle Tour" einschl. Halbpension, Hotels Kat. B
und Leihfahrad 640,- € pro Person. Für die Bahnfahrt
von München nach Krakau und zurück fielen knapp 250,.- €
an.



Stand: 20.04.2021