
von Helmut Müller
(Verse von links nach rechts nach unten zu lesen)
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Ach Leute, das ist wirklich dumm, komm’ nicht um’s Dichten wohl herum. Nur weil ich’s einst hab’ angefangen glaubt ihr, ihr könnt’s von mir verlangen!
Trotz Regenwetter bei der Bahn kam’n alle 12 wir pünktlich an. Dies war nicht immer selbstverständlich… D’rum freut sich Tilo auch unendlich.
In Treuchtlingen sehr routiniert das Umsteigen klappt wie geschmiert. Der Bahnbeamte - sehr erstaunt - hat uns ein Lob gleich zugeraunt.
Vier neue Radln sind dabei die Stempels haben davon zwei gekauft als Karstadt-high-tec Räder. Ja, solche Räder fährt nicht jeder.
Die Bahnfahrt ging bis Heigenbrücken. Die Sonne schien durch Wolkens Lücken. ’Ne Probefahrt gleich zu Beginn zur Bremsenprüfung machte Sinn.
Denn gleich danach, durch’s kleine Loch des Reifen pfeift’s von Dagmar Koch. Als Wunderdoktor zeigt sich Hans, macht schnell den Reifen wieder ganz.
Sogleich ging’s dann sehr steil bergan. Ja, zünftig war’n wir wieder dran! Da braucht man beste Kondition. Das ahnten wir zu Hause schon.
Von Heinrichsthal vom Berg ganz oben die lange Abfahrt muss ich loben. Sechs Kilometer steil bergab bis zum Cafe, wo’s Kuchen gab.
In Alzenau hab’n ausgeheckt die Bürger ein Solarprojekt. Kurz geht’s dann noch am Main entlang. Nah war das Ziel dann, Gott sei Dank.
Am nächsten Tag den Main hinauf, verlassend Hessen bald darauf, nachdem Aschaffenburg mit Schloss und Brotzeit man am Main genoss.
Die Einfahrt rauf in’s Mömlingtal, bequemer Weg schon wieder Mal. Das Wetter blieb recht wechselhaft, Bad König kam, dann war’s geschafft.
Bad Königs Wirt am nächsten Morgen macht sich um’s Wohlbefinden Sorgen. Der Frühstückstisch war reich gedeckt. Und alles hat auch gut geschmeckt.
Wir brachen auf nach Michelstadt die mächtig uns beeindruckt hat. Die Mömling weiter bis zur Quell’ ging’s weiter dann relativ schnell.
Steil weiter ging’s zum Odenwald. Dort oben wurde’s richtig kalt. Der Sommeranfang? Ja, von wegen! Der Petrus war - scheint’s - sehr dagegen.
Dicht neben mir saß die Renate, da explodiert wie ’ne Granate das Saftgetränk, das ich gemixt. Es hat uns beide voll gespritzt
Der Thilo wirklich routiniert uns durch die Landschaft navigiert. Mit Messtischkarten – neu’ster Stand – er meist die richt’gen Wege fand.
Die Radweg-Zeichen ignorieren konnt’ er deshalb auch mal riskieren. Ein Landrat hätt’ - so wird erzählt – solch’ Schilder selber aufgestellt.
Uns and’ren war dagegen klar: Der Höhenweg hier richtig war. Die Gruppe wartend oben blieb als Thilo sich im Tal rumtrieb.
Ich selbst und Ernst mit leisem Fluchen fuhr’n hinterher, um ihn zu suchen. Verschwunden war er tief im Wald. Vergeblich kehr’n wir um dann bald.
Bis Rothenberg auf Kammeshöh’n konnt’ weiter man uns radeln seh’n. ’Ne Traumabfahrt zum Neckarfluss war abschließend ein Hochgenuss.
Statt Heidelberg per Eisenbahn sah’n abends wir das Dorf uns an. Manch einer hat umsonst probiert, ob’s Handy hier wohl funktioniert.
Vom Klimawechsel dieses Jahr bei uns nicht viel zu spüren war. Von Sommerhitze keine Spur! ’Ne nette Laune der Natur…
Ab Hirschhorn ging’s am Neckar weiter. Die Stimmung war gelöst und heiter. Mohn konnten blühend wir anschauen auf Feldern in den Neckarauen
Zwar war’n die Kirschen noch kaum rot doch lockte uns dies Angebot Hoch droben - wie ein Vogel fast – saß Fritz auf seinem Kirschbaumast. Die Mühe ließ den Mann nicht schrecken. Die Kirschen ließen wir uns schmecken. Den Kräutergarten nebenan sah’n wir natürlich auch noch an.
In Neckargerach eingekauft ward Brotzeit, denn die wurd’ gebraucht für’s Picknick noch am Neckarstrand wo Tilo einen Rastplatz fand.
Der Radler Thilo ist ein Mann der gerne fährt auch Eisenbahn. Besonders sind’s die alten Strecken die sein Int’resse immer wecken.
Mit flacher Steigung allemal sind sie als Radweg ideal! Der Thilo weiß dies und deswegen sucht er gezielt nach solchen Wegen.
Den Weg auf dem die Schmalspurbahn einst dampfte selbst den Berg hinan, fuhr’n wir von Mosbach bis nach Robern den Odenwald uns zu erobern.
Als Dagmars Reifen wurden weich bot Hilfe an der Hans sogleich. Er ließ sich da nicht lange lumpen und übernahm das Luftaufpumpen.
Wenn Ute mit dem Rainer „spricht“ Ist das gerade leise nicht. So kriegt man mit – so ist das eben – wie’s läuft in Schulzes Eheleben.
Die Margot kann, dass muss ich sagen, an Anstrengung recht viel ertragen. Mit Ehrgeiz und trotz halber Kraft hat sie noch jeden Berg geschafft.
In Robern war des Abends Schluss. Die Unterkunft war kein Genuss: Zu wenig Platz für uns’re Crew. Das kam zum Ärger noch hinzu.
Im Fernsehraum bei Wein und Bier versammelten uns alle wir. Es gab ein großes Fußball-Spiel das keiner heut verpassen will.
Trotz tollstem Online-Kommentar von Monika - der Gold wert war - merkt bald sie dann, dass es nichts nützt, und ist enttäuscht in’s Bett geflitzt.
Danach ging’s etwas kreuz und quer denn Thilo kennt den Weg nicht mehr. Ein Bauer reagierte heiter - als er uns sah - und half uns weiter.
Bis Miltenberg ging’s lang bergab wo’s dann ’ne Überraschung gab: Im Zentrum dieser schönen Stadt ein Schmuckstück uns beherbergt hat.
Ein Stadtrundgang zu Burg und Main das musste zur Ergänzung sein. Wie wunderschön sind diese Orte! Da fehlen sogar mir die Worte.
In Wertheim wo die Tauber mündet ward Pause mittags dann verkündet. Getrennt nach jeweils eig’nem Willen konnt’ jeder seine Neugier stillen.
Er sei der Eigentümer hier: „Sofort verlasst ihr mein Revier!“ schrie er aus seinem Golf uns an. Vergeblich tobte dieser Mann.
Doch gab es dann auch and’re Stellen mit weitaus klein’ren Höhenwellen. Bis Lauda wo wir abends blieben sah’n Landschaften wir zum Verlieben.
Der nächste Tag durch’s Tal der Tauber war wieder für mich wie ein Zauber. Am Wegesrand oft blühend rot der Mohn sich uns’ren Blicken bot.
Nach Tauberscheckenbach am Schluss ging’s noch mal rauf, welch „Hochgenuss“: Drei Kilometer steil nach oben! So mancher hat da wohl geschoben.
So fuhr’n wir heimwärts ganz bequem ja, irgendwie war’s angenehm, zu denken daran, dass die Tage sehr fröhlich waren, ohne Frage.
Und so verzichteten wir weise auf Fortsetzung der S-Bahn-Reise. Von Nannhofen dann uns per Rad man selbst fahrend gesehen hat.
Dort saßen wir in lock’rer Runde und lauschten aus beruf’nem Munde, ’nem ersten Rückblick als Bericht, der formuliert war als Gedicht.
Dass heil wir und gesund zurück nicht selbstverständlich war, doch Glück! Wir sind ja nicht die Jüngsten mehr und deshalb freut’s uns auch so sehr.
Von Maisach ging’s noch heim per Rad was allen uns gefallen hat. Da kamen abends wir auch an. Mehr ich jetzt nicht berichten kann.
Für alle ihre Müh’ und Plage die Kochs da hatten – ohne Frage – sag’ ich noch einmal „Dankeschön!“ Bis nächstes Jahr zum Wiederseh’n! |
Zwei Jahre hab’ ich nicht gedichtet, nicht von ’ner Radltour berichtet, und weil mir wenig Zeit gelassen, wollt’ eigentlich ich kurz mich fassen….
Im Zug hör’n prasseln wir den Regen. Die Stimmung trübt’s uns nicht deswegen, vertrauend dem Wetterbericht dass es am Zielort regnet nicht.
Puchheimer Radl-Veteranen sind fitter als so manche ahnen. In ihren feschen Radlerdressen seh’n cool sie aus, doch nicht versessen.
Der Rainer kauft’s im Großversand und nicht in Puchheim - allerhand! Auch Monika war ganz entzückt: Mit neuem Rad, ward sie beglückt.
Weil alle Technik funktioniert’ sind wir auf’s Höchste motiviert. Doch hatten wir es nicht gecheckt dass unser Test war nicht perfekt.
Denn gleich danach, durch’s kleine Loch des Reifen pfeift’s von Dagmar Koch. Als Wunderdoktor zeigt sich Hans, macht schnell den Reifen wieder ganz.
Im Spessart meinst’ die Leute spinnen, die sind – scheint’s – nicht so ganz bei Sinnen: Zum wunderschönen Heinrichsthal ging’s steil hinauf, nicht ab in’s Tal.
Durch’s Tal der Kahl in Richtung Main, ging’s weiter dann im Sonnenschein, den wir im Bayrisch-Unterfranken dem holden Wettergotte danken.
Das Hotel liegt im Lande Hessen: Seligenstadt, hab’s nicht vergessen. Zum Main-Transfer fehlt hier ’ne Brücke. ’Ne Fähre schließt für uns die Lücke.
Noch schien die Sonne hell und rein, dann trübte sich das Wetter ein. In Elsenfeld dann Nieselregen zur Pause zwang uns kurz deswegen.
Ein Altersheim, das Thermenbad man beim Hotel zu bieten hat. Das beides reizte uns nicht arg, spazierten lieber noch zum Park.
Bevor verdutzt wir uns anseh’n gab freundlich er uns zu versteh’n, dass wir als seine einz’gen Gäste Soll’n mitnehmen die Buffet-Reste.
Die Durchfahrt durch den Ort Beerfelden ging steil hinauf wie äußerst selten. Wer sie geschafft ohne zu schieben ist Sieger vor sich selbst geblieben.
Kurz nach Erklimmen jener Höh’n hab’n einen Rastplatz wir geseh’n: Ein Brotzeitplatz mit Tisch und Bänken, den nutzten wir ohne Bedenken.
Renate springt auf mit Geschrei. Das Tete a Tete war schnell vorbei… Fast hätt’ sie mir vielleicht vertraut doch wieder Mal hatt’ ich’s versaut.
Doch zwischendurch - zum Weg-Erkunden - lässt dreh’n er uns auch’ Ehrenrunden. So können die, die hinten fahren so manchen Kilometer sparen.
Das lässt dem Tilo keine Ruh’, denn diesem Herrn traut er nicht zu dass er den rechten Weg ihm zeigt weshalb er links bergab abzweigt.
Ich selbst und Ernst mit leisem Fluchen fuhr’n hinterher, um ihn zu suchen. Verschwunden war er tief im Wald. Vergeblich kehr’n wir um dann bald.
Nur Fritz hatt’ ihm noch blind vertraut „Oachkatz’l haben’s angeschaut“. Als endlich Dagmars Handy rasselt, ward klar, dass er den Weg vermasselt’.
Bis Hirschhorn, dann ging’s flach bergan bis Langenthal, dann war’s getan. Im Hotel konnt’ man Wäschewaschen und Eis auf der Terrasse naschen.
Was mag der Grund dafür wohl sein? Jetzt ist doch beste Zeit zum Reisen. Vielleicht lag’s an zu hohen Preisen?
weil ohne Schwitzen auch bequemer. Doch and’rerseits war es auch schad’, denn locken konnt’ uns so kein Bad.
Auch hier schob wieder Rückenwind leicht uns voran und auch geschwind, bis Eberbach an Neckars Stranden, wo volle Kirschbäume wir fanden.
Als unser Weg führt über’n Fluss ’ne Fähr’ dafür man nutzen muss. Der Fährmann war trotz Mittagszeit zum Geldverdienen gleich bereit.
Bei Obrigheim nach Mosbach rein, der Ort musste besichtigt sein. Die Druckerei - historisch alt - als heißer Tipp anschließend galt.
So manche dieser alten Trassen hat der Profit schon längst verlassen. Zur Nutzung sie auf and’re Weise entfernt man einfach deren Gleise.
Die Odenwalder Wanderbahn hat folglich es ihm angetan: Vom Neckartal auf höchste Höh’n konnt’ man bequem uns radeln seh’n.
Stark blies ein Sturm, dass ungelogen uns Äste um die Ohren flogen. Den Helm setzt man da besser auf, selbst wenn es langsam ging bergauf.
Doch trotzdem kriegt sie Thilos Rad mit dem sie Schaltprobleme hatt’, und Thilo fuhr mit ihrem Bike. Ja, so ist echte Liebe like!
Zu Haus’ ließ Monika den Dieter. Die Frau kenn’ ich seitdem nicht wieder: Man sah ihr’s an, sie konnt’s genießen! Ich hoff’ der Dieter kann’s begrüßen.
Ansonsten war sie unauffällig, war – wie gewohnt – fröhlich, gesellig. Vertrug als Zimmerpartnerin mit Monika sich immerhin.
So ward ich selber ausquartiert, vom Chef persönlich gar chauffiert zum Grand-Hotel im Tal ganz unten. Dort ward Quartier für mich gefunden.
Es ging um Sieg und Niederlage für Deutschland diesmal ohne Frage. Wer dieses Euro-Match verpasst wird aus der Meisterschaft geschasst.
Am nächsten Tag bis Muldau dann ging’s weiter auf der Wanderbahn. Dort war dann deren Endstation. Die alte Lok sah’n wir zum Lohn.
So kamen wir in’s Land der Bayern bis Amorbach um dort zu feiern Kultur hoch drei im Kloster dort, Orgelkonzert an diesem Ort.
Des Abends wieder ein Konzert im alten Rathaus war es wert, dem Modern Jazz uns hinzugeben, ein Hochgenuss, dies zu erleben.
Main aufwärts ging’s von hier am Morgen. Das Wetter macht’ uns keine Sorgen. Durch weite grüne Auenwiesen vom Rückwind wir uns schieben ließen.
Ein Campingfeld, das uns gefällt hab’n wir für’s Picknick ausgewählt. Kaum war’n gemütlich wir beim Essen kam angebraust ein Mann besessen.
Das Taubertal, in dem wir waren ließ uns nicht uns’re Kräfte sparen, denn bergig geht’s im Mündungsende durch nicht g’rad einfaches Gelände.
Zum Abendessen lud ich ein aus Mergentheim mein Schwesterlein und später dann, beim Kabarette, sah’ lachen man uns um die Wette.
Der Radweg führt hier rauf und runter, extreme Steigungen mitunter, mit Rückenwind und Sonnenschein. Viel schöner konnt’ es fast nicht sein.
Dann oben auf dem Hochplateau blieb’s flach – ja – und da war’n wir froh, bis wir im Orte Steinach dann erreichten pünktlich uns’re Bahn.
Spontan ward unterwegs beschlossen: „Die Tour wird noch mit Bier begossen!“ Es fiel uns schwer, uns schnell zu trennen und einfach auseinander rennen.
Bis Maisach wo ’ne Brauerei uns irgendwie ließ nicht vorbei. Hier gab es Bier und leckre Speisen geeignet für den Trupp auf Reisen.
So wurde jedem noch mal klar wie toll auch diese Reise war, durch’s Neckar-, Main- und Taubertal und Spessart / Odenwald zumal.
Ein schöner Ausklang dieser Tour! Da blieb zu danken uns dann nur dem Tilo und der Dagmar dort mit lautem Prost am Biertrink-Ort.
Ich find’ wir war’n ’ne tolle Crew. Geflachst ward kräftig immerzu. Und g’rade das ist der Beweis, weil’s jeder kennt und jeder weiß
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